Strom aus 
Sonnenenergie

Vom Dach des Hauses wird Strom ins Haus geliefert. Etwa 50% des durch die Bewohner des Hauses benötigten Stroms, wird auf dem Dach aus Sonnenenergie gewonnen. In historischen Innenstädten wie Heidelberg ist es häufig nicht zulässig, Photovoltaikanlagen auf den Dächern zu installieren - aus Gründen des Denkmalschutzes und zur Erhaltung des schützenswerten Stadtbildes mit seinen verwinkelten roten Dächer. 
Dennoch haben wir es geschafft, beide Interessen zu verbinden - ein Dach mit roten Ziegeln zu erstellen und dennoch PV-Strom zu erzeugen - durch die Verwendung von roten Solarziegeln - klassischen Dachziegeln, auf denen rote Solarzellen aufgebracht sind.
Wir gehen davon aus, dass dieses Haus das erste Gebäude in der Gesamtanlagen Heidelberger Altstadt ist, auf dem eine genehmigte Photovoltaikanlage installiert wurde und Strom liefert.

Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung

Zur Verbesserung von Effizienz und zur Schonung von Ressourcen, arbeiten wir daran, dass noch mehr des selbst produzierten Stroms im Haus verbleibt, weniger Strom aus dem öffentlichen Netz benötigt wird und damit zusätzliche Ressourcen geschont werden - durch eine geringere Belastung der öffentlichen Stromnetze.

Ein Stromspeicher sorgt bereits jetzt dafür, dass überschüssiger Sonnenstrom gespeichert wird und dann von den Hausbewohnern verwendet werden kann, wenn er benötigt wird - z.B. Abends, wenn die Sonne bereits untergegangen ist.

Bisher nur eingeschränkt möglich ist es in Deutschland, dass Sonnenstrom von mehreren Parteien gemeinschaftlich genutzt wird. Das war bisher nur dann möglich, wenn die Parteien nicht wie üblich, jeder seinen eigenen Stromzähler, sondern alle Parteien nur einen einzigen gemeinsamen Stromzähler haben - den Strom also gemeinschaftlich gekauft haben. 
Zukünftig ist das gemeinsame Nutzen von Solarstrom aber auch dann möglich, wenn jeder seinen eigenen Stromzähler behält. 
Die Lösung heißt Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und wurde von der Bundesregierung 2024 in einem Gestzgebungsverfahren geschaffen. In anderen Ländern wie zum Beispiel in Österreich besteht diese Möglichkeit schon seit einigen Jahren. In Deutschland gibt es bisher nur ein paar einzelne erfolgreiche Projekte, die mit ihren grunddienstlichen Energieversorgern eine Lösung zur Umsetzung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung mit Strom gefunden und diese erfolgreich implementiert haben - zum Beispiel in Rheine.
In Heidelberg steht dieser Erfolg noch aus - wobei wir mit den Stadtwerken Heidelberg als lokalem Netzbetreiber im Austausch stehen, um die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung auch in diesem Gebäude am Krahnenplatz umzusetzen und somit viele Vorteile schaffen:

  • mehr des im Haus erzeugten Stroms wird direkt vor Ort genutzt
  • weniger des im Haus erzeugten Stroms wird in das öffentliche Netz eingespeist
  • weniger Strom aus dem öffentlichen Netz wird bezogen
  • die öffentlichen Stromnetze durch weniger Leistungsspitzen zu belasten.


Wir sind zuversichtlich, dass wir zeitnah einen konkreten Lösungsweg finden und diesen dann auch umgesetzt bekommen.